Die Bürger in Prenden sind wütend! Eine riesige Waldfläche bei Prenden wurde an einen privaten Eigentümer aus Solingen verkauft. Und der hat das Waldstück quasi über Nacht geplündert. Ganze 50 Hektar Wald wurden gefällt und sind zum Teil schon abgefahren. Von Kahlschlag ist die Rede. Normalerweise dürfen Bäume zwischen März und Oktober nicht gefällt werden. In der so genannten Vegetationsperiode genießen Fauna und Flora einen besonderen Schutz. Trotzdem konnte der neue Eigentümer auf scheinbar ganz legalem Wege sein erworbenes Waldstück plündern. Axel Vogel, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, kam nach Prenden, um sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen. Wo bleibt der ökologische Waldbau? Wo bleibt die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder? Diese und andere Fragen stellen die Prendener in einem offenen Brief an Bundes- und Landesregierung. Die Bürger können nicht verstehen, wie das Naturgut Wald derart verschachert werden kann. Die Prendener wehren sich. Sie machen auf sich aufmerksam. Denn der Kahlschlag in Prenden soll nicht der erste Fall dieser Art sein. Am Wandlitzsee sei vor Jahren das Gleiche passiert. In Fürstenwalde am Fuchsbau hat anscheinend der gleiche Investor das nächste Waldstück gekauft. Wie ist sowas möglich? Der Politiker rechnet mit einer schnellen Lösung nach der Wahl. Die wird Prenden auch brauchen. Denn bereits jetzt hat der Investor schon bei anderen Dorfbewohner angefragt, ob sie Waldflächen zu verkaufen haben. Der Investor aus Solingen hat anscheinend ein weiteres Geschäft vor Augen. Nachdem er das Holz zu Geld machte, will er die jetzt 50 ha große Fläche vermutlich auf 75 ha vergrößern, um ein weiteres lukratives Geschäft zu erzielen. Noch weitaus bedenklicher ist der Schaden für das Ökosystem des Waldes. Die riesigen Lücken im Wald sind nicht nur unansehnlich, sondern auch hochgradig gefährlich. Bleibt zu hoffen, dass die Politiker das Brandenburgische Waldgesetz nach der Wahl so schnell wie möglich ändern.
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