Ein bisschen Hollywood in Eberswalde – am Samstag startete das sechste internationale Filmfest Eberswalde. Roter Teppich im Paul Wunderlich Haus. Der Andrang: groß. «Filme für die Provinz - Filme über die Provinz». So das Motto dieses Festivals, das sich erstmals auch ganz offiziell und selbstbewußt: Proviziale nennt. Die Provinz gesehen durch die Linse von Filmemachern aus aller Welt. Er hat den Begriff der Provinziale geprägt, Kenneth Anders. Er gehört zum Programmbeirat, ist unmittelbar an der Gestaltung des Filmfestes, der Auswahl der Filme beteiligt gewesen. Provinz – für ihn ist es ein Ort vielfältiger Möglichkeiten. Und es braucht bisweilen Zeit, das zu erkennen. Noch bevor es losgeht, bevor die Gästeschar über den roten Teppich in den Plenar- jetzt Kinosaal strömt, übt Matthias Brandt seinen Auftritt. Er ist der Moderator des Abends, führt durch die Veranstaltung. Das Thema Provinz, für ihn ein Stück Biographie. Seit 2005 ist er schon dabei. Mittlerweile hat das Filmfest internationales Renommee gewonnen. Über 600 Filme aus aller Herren und Damen Länder wurden eingereicht. 45 davon werden nun gezeigt. Filme, die die Provinz in all ihren Facetten darstellen. Noch bis zum 10 Oktober ist der Plenarsaal im Paul Wunderlich Haus Ort eines nun wirklich alles andere als provinziellen Filmfestivals.
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