Marianna Bogusz, Janina Wryrzkowska und Waclawa Galezowska kennen Eberswalde gut. Im letzten Jahr waren sie die Ehrengäste zur Enthüllung einer Gedenktafel an den Baracken des heutigen Exil e.V. Aber an dieser Stelle haben die drei Frauen Monate ihrer Jugend verbracht – als Zwangsarbeiterinnen für die Ardelt-Werke. An dieser Stelle lebten sie, genau in diesen Baracken. In dieser Woche, 65 Jahre nach der Befreiung aus dem Nazi-Regime, bezog das Ardelt-Werk Stellung. Wieder durften Marianna Bogusz, Janina Wryrzkowska und Waclawa Galezowska einer Enthüllung bewohnen. Die drei waren mittlerweile so oft in Eberswalde, dass die schlechten Erinnerungen langsam neuen Gefühlen der Freundschaft weichen. Dazu gehört auch das Bekenntnis der Ardelt-Werke zu ihrer Geschichte. Geschichte und die Aufarbeitung der Vergangenheit sind wichtige Ziele des Geschichtswissenschaftlichen Instituts. Gerade die Zeit des Faschismus beleuchtet und thematisiert der Verein immer wieder. Öffentlichkeitswirksam werden dabei nur die größeren Erfolge aufbereitet. Wie eben die Besuche aus Polen. Dennoch trifft die Aufgabenstellung auf Zustimmung in der Stadt Eberswalde. Mit dem Gedenken an die Zwangsarbeiter ist also für das Eberswalder Institut ein weiterer Schritt getan. Aber es werden noch andere Ziele verfolgt. Nie wieder soll von Deutschland aus ein Krieg gestartet werden. Dafür arbeitet das Institut seit 20 jahren. Wenn die Ziele weiterhin verfolgt werden, dann wird man in Eberswalde die drei Damen aus Polen noch öfter zu sehen bekommen, wenn es ihre Gesundheit zulässt.
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