Mit eine Spaten und eine Tasche kämpft sich Professor Winfried Rieck durch das Gestrüpp. Hier, neben dem Eberswalder Waldcampus, ist eine kleine Stelle im Waldboden ausgehoben. Der Ort dient dazu, das Erdreich im Wald zu untersuchen. Bodenproben zu nehmen. Mit dem Spaten arbeitet sich Professor Rieck voran. 12 000 Jahre alt ist die Bodenschicht, die er hier abgräbt. Professor Rieck ist Bodenforscher. Er koordiniert die Bodenzustandserhebungen in Brandenburg, die mittlerweile europaweit durchgeführt werden. An insgesamt 117 Punkten in ganz Brandenburg entnehmen die Forscher Bodenproben, um zu sehen, wie nährstoffhaltig, funktionstüchtig, kurz: wie gesund der Waldboden ist. Derzeit läuft die neueste Erhebung in der Mark. So ähnlich, wie hier, läuft das dann ab. Schon anhand der Farben kann Rieck einiges über den Zustand und die Beschaffenheit des Bodens sagen. Die Bodenproben kommen dann ins Labor. Mit Kolben, Rohren, Säure und Hitze wird das Erdreich analysiert. Der sogenannte Königswasseraufschluß wird in Fläschchen gefüllt. In einem weiteren Analyseschritt zünden die Forscher den Aufschluß an und können dann anhand der Flammenfarbe etwa den Mineralzustand des Bodens ausmachen. Ziel all dessen ist es, einen gesunden Boden für gesunde Wälder zu schaffen. Seit 2006 gibt es bundesweit einheitliche Normen, nach denen das erdreich analysiert wird. Für Professor Rieck ein Fortschritt. Das Bewusstsein für die Bedeutung funbktionierender Böden sei gewachsen sagt er. Es gibt sogar den Boden des Jahres. Allerdings ist der in diesem jahr nicht in Brandenburg, sondern im Nachbar Berlin.
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