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Artikel vom: 10.05.2010
Eberswalder Synagoge
Workshop zu den neuen Entwürfen
An die jüdische Synagoge in Eberswalde erinnert bis heute nur eine Gedenktafel. In der Goethestraße 9 gab es fast 47 Jahre lang eine jüdische Synagoge. Zweimal ist sie niedergebrannt. Einmal 1931, nach einem Blitzeinschlag. Das zweite Mal am 9. November 1938, der Pogromnacht. Seitdem liegt das Gelände brach. Damit dieser Teil der Geschichte von Eberswalde nicht in Vergessenheit gerät, soll ein lebendiger Ort des Erinnerns und der geschichtlichen Auseinandersetzung entstehen. Vor einem halben Jahr trafen sich Kommunalpolitiker und Vertreter der Bürgerinitiative 9. November zu einer 1. Ideenwerkstatt. Am Freitag fand ein weiteres Treffen statt. Diesmal wurden Gestaltungsideen vorgestellt. Die acht Entwürfe zur Neugestaltung der ehemaligen Synagoge stammen von Architekten und Planungsbüros. Sie setztten sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema auseinander und stellten teilweise sehr moderne Orte der Erinnerung vor. Das Büro Franke Architekten schlug einen Baukörper mit Doppelhelix vor. Die Doppelhelix steht dabei symbolisch für die unterschiedlichen Reaktionen auf die niedergebrannte Synagoge. Wie der Ort der ehemaligen Synagoge in Zukunft aussehen soll, steht noch nicht fest. Eine Art Findungskommission wird sich nun mit den Entwürfen befassen. Bis es in Eberswalde einen Ort des Erinnerns gibt, wird noch viel Zeit vergehen. Bis dahin wird nur der Gedenkstein in der Goethestraße 9 an die jüdische Synagoge in Eberswalde erinnern.
Quelle:
ODF TV
















