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Artikel vom: 20.07.2010
Feuerwehr im Sommer
Die Hitzewelle in Brandenburg hält weiter an. Auch Fürstenwalde bleibt von den Temperaturen über 30 Grad nicht verschont. Vertrocknetes Gras wo hin man schaut. Und bis Tief Olivia hereinplatzte herrschte Waldbrandstufe 4 im heimischen Wald. Die Feuerwehr ist für den Ernstfall aber gut vorbereitet und ständig in Alarmbereitschaft. Das ist auch notwendig, denn der Stadtwald ist allein rund 4700 Hektar groß. Überwacht wird er von einem in Deutschland einzigartigen Frühwarnsystem. Steigt Rauch im Wald auf wird dieser von Kameras erfasst und anhand der Bilder der Entstehungsort berechnet. Die Feuerwehr kann somit schnell und gezielt zur Brandstelle ausrücken, und vielleicht einen größeren Flächenbrand verhindern. Doch nicht nur Waldbrände beschäftigen die Fürstenwalder Feuerwehr. Auch ohne Waldbrände war das erste Halbjahr für die Einsatzkräfte der Feuerwehr sehr Arbeitsintensiv. 66-mal rückten sie wegen Sturmschäden allein am vergangenen Wochenende aus. Insgesamt waren es in diesem Jahr rund 530 Einsätze. Darunter 78 Brände, 39 Verkehrsunfälle und weitere 51 Einsätze, bei denen Personen aus Notlagen befreit werden mussten. 28 Kameraden stehen in Fürstenwalde im Dienst der Städtischen Feuerwehr. Pro Schicht sind in der Wache 6 Einsatzkräfte anwesend. Nach jedem Einsatz werden die genutzten Fahrzeuge gereinigt und die technischen Einsatzmittel überprüft. Zudem müssen nach jedem Einsatz die Atemschutzmasken kontrolliert werden. I hre Funktionalität ist lebensnotwendig und muss immer gewährleistet sein. Aber nicht nur die eigene Ausrüstung bringt die Feuerwehr Fürstenwalde in einen Arbeitssichern Zustand. Auch für die Wehren im Landkreis werden Serviceleistungen zur Wartung und Reinigung von technischen Einsatzmitteln angeboten. Rund 5 Kilometer Schläuche waren es allein in den letzten 14 Tagen. Für die Sauberkeit der Einsatzkleidung sorgen die Kameraden allerdings selbst. Rund 25 Kilogramm mehr muss ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz mit sich tragen. Bei über 30 Grad im Sommer kommt man da schnell ins Schwitzen. Für solche Belastungen halten sich die Feuerwehrmänner mit Ausdauertraining fit. Zu dem hilft ihnen Wasser nicht nur beim löschen von Bränden, sondern auch beim löschen des eigenen Durstes. In der anhaltenden Trockenheit löscht die Feuerwehr zurzeit den Durst von 489 Bäumen in der Stadt. Um sich selbst ein teuren Rettungseinsatz durch die Feuerwehr zu ersparen, empfiehlt es sich bei der anhaltenden Hitzewelle lieber einen Euro in einen Liter (Trink)wasser zu investieren.
Quelle:
ODF TV
















