Trommelworkshop in der Kapelle von Hirschluch. Junge Menschen mit Behinderung treffen sich, um gemeinsam zu proben. In der evangelischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte wird ein Theaterstück einstudiert. Der kleine Prinz, zweiter Teil. Ein Stoff, der Probleme behandelt, die alle Menschen kennen. Elfi Hirsch aus Fürstenwalde hatte die Idee zu dem Projekt unter dem Motto "Integration ohne Grenzen". Die Sozialpädagogikstudentin arbeitet zurzeit als Praktikantin an der Burgdorfschule. Es ist ein internationales Projekt. Die Jugendlichen kommen aus 5 osteuropäischen Ländern. Sprachbarrieren werden mit Musik, Tanz und Sport aufgehoben. Der polnische Theaterpädagoge Michał (Michau) Stanowski arbeitet seit 20 Jahren mit Behinderten. Ein Stück mit einer so großen Gruppe aufzuführen, mit Teilnehmer aus so verschidenen Nationalitäten wie Polen, der Ukraine oder Armenien, ist sehr schwer. Wir wollen nicht nur ein Stück erarbeiten, sondern gleichzeitig versuchen gemeinsam zu arbieten. Arbeiten mit einer Gruppe von über 50 Leuten ist sehr schwer. Darum haben wir uns in speziellen Workshops aufgeteilt, wo sich jeder aussuchen kann was er machen will. Zum Beispiel Tanzen oder Sport treiben. In der Tanzgruppe wird ebenfalls geprobt. Die Theaterarbeit gibt den Behinderten die Möglichkeit, sich zu öffnen. Gemeinsam sollen behinderte und nicht behinderte Menschen zusammenarbeiten. Im Laufe des Theaterworkshops wird spürbar, wie sehr die Teilnehmer davon profitieren. Musik, Tanz und Theater machen die jungen Menschen glücklich. Es wird viel gelacht. Aber nicht die Arbeit am Stück steht im Vordergrund, sondern die Begegnung. Genauso wichtig, wie die Proben ist dabei die gemeinsame Freizeit. Von der ersten Verschlossenheit der Teilnehmer ist nichts mehr zu spüren. Es sind junge Menschen, die zusammen viel erleben und Spaß haben. Für Michał Stanowski der wichtigste Aspekt seiner Arbeit.
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