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Artikel vom: 05.07.2010
Hobrechtsfelde
Noch ähnelt Hobrechtsfelde eher einem Geisterort. Die Häuser zerfallen, Putz fällt von den Wänden, Wohnungen und ganze Häuser stehen leer. Doch in naher Zukunft soll aus dem Dorf Hobrechtsfelde ein nachhaltiges Energiedorf werden. Ende 2009 hat die Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ eG die Wohnungsgebäude und die Grundstücke in Hobrechtsfelde gekauft. Der Eigentümer will die Gebäude nicht nur energetisch und denkmalgerecht sanieren. In Hobrechtsfelde soll die Wärme- und Stromversorgung zu 75 Prozent aus regenerativen Energien kommen. Hobrechtsfelde entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als ehemaliges Stadtgut von Berlin. Inmitten der Industrialisierung wurde Hobrechtsfelde gebaut, damit die Berliner Rieselfelder bewirtschaftet werden können. Obwohl Hobrechtsfelde als reine Produktionsstätte angelegt wurde, dominiert noch heute die ländliche Idylle. Hobrechtsfelde ist ein Ortsteil der Gemeinde Panketal. Das Straßendorf ist 800 Meter lang und besteht aus 25 Häusern. 170 Menschen leben hier. Da der berlinnahe Wohnraum gefragt ist, will der neue Eigentümer auch die leerstehenden großen Gebäude wieder zu Wohnraum gestalten. Gemeinsam mit dem Regionalbüro Barnim will die Wohnungsbaugenossenschaft Hobrechtsfelde unter ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten modernisieren. Insgesamt 9 Millionen Euro will die Wohnungsbaugenossenschaft Bremer Höhe in Hobrechtsfelde investieren. Aktivitäten, die Panketals Gemeindebürgermeister Rainer Fornell positiv bewertet. Immerhin ist die Gemeinde Panketal seit längerem sehr aktiv in Sachen erneuerbare Energien. Die Umsetzung der Barnimer Strategie „Die Zukunft ist erneuerbar“ ist für Rainer Fornell nicht nur aus ökologischen Gründen wichtig. Als Gemeindebürgermeister sieht er die Verwendung alternativer Energien in erster Linie aus wirtschaftlichen Gründen. Wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig investieren – das wollen die neuen Eigentümer in Hobrechtsfelde. Ab 2011 sollen Bauergebnisse im zukünftigen Energiedorf Hobrechtsfelde zu sehen sein.
Quelle:
ODF TV
















