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Artikel vom: 27.05.2010
Hochwasser
Hier am Deich in Lunow-Stolzenhagen ist noch alles ruhig. Zwar ist das Wasser in den vergangenen Tagen gestiegen, doch die Lage ist derzeit entspannter als beispielsweise im Landkreis Oder-Spree. Mit dem Hochwasserscheitel wird hier in der Region erst am Wochenende gerechnet. Gut 16 Kilometer Deich müssen die Barnimer Einsatzkräfte entlang der Oder und der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße im Ernstfall verteidigen. Doch der Verwaltungsstab des Landkreises, der die Vorbereitungsmaßnahmen trifft, schätzt die Lage besser als 1997 ein. Nach der Oderflut wurden die Deiche ausgebaut und verbessert. Die Deiche sind jetzt gut 1 Meter höher als der Pegelstand beim Hochwasser vor 13 Jahren – also gut 7,6m. Ein Problem ist bei Eintreffen der Flutwelle der Druck auf das Grundwasser. So kann es passieren, dass sogar Orte, die einige Kilometer entfernt der Oder liegen, Probleme bekommen. Am Pegel Hohensaaten-Finow stand der Pegel Donnerstagmittag bei gut 5,20m. Alarmstufe 3 wird bei einem Pegelstand von mindestens 6,50m erreicht. Deichläufer werden dann rund um die Uhr unterwegs sein und Schäden am Deich melden. Das heißt auch, dass Straßen und Deiche für die Bevölkerung gesperrt werden. Nur wer einen Passierschein hat, kommt dann in die entsprechenden Gebiete. Laut Landrat Bodo Ihrke ist die Lage angespannt aber nicht dramatisch. Was die Hochwasserwelle wirklich bringen wird, zeigt erst das Wochenende. Bilder wie in Polen wird es aber mit hoher Wahrscheinlichkeit bei uns im Barnim nicht geben.
Quelle:
ODF TV
















