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Artikel vom: 31.05.2010
Hochwasser
Die letzte Woche hat die Menschen an der Oder zwischen Ratzdorf und Frankfurt in Atem gehalten. Hochwasseralarm und die Angst vor Überschwemmungen wie 1997. Technisches Hilfswerk und Feuerwehr arbeiten im Dauereinsatz an den Deichen. Auch hier im Forst von Müllrose wird für den Hochwasserschutz gearbeitet. Hier werden Faschinen produziert. Drei Meter lange Reisigbündel, die die Waldarbeiter rund um die Uhr mit Draht zusammenbinden. Tausende werden an der Oder gebraucht. Die Müllroser Waldarbeiter wollen ihren Teil dazu beitragen. Sie nehmen Überstunden und Wochenendarbeit in Kauf. Brandenburgs Fostminister Jörg Vogelsänger überzeugte sich am Freitag vom Einsatz der Arbeiter. Faschinen sollen das Abrutschen der Deiche verhindern. Zusammen mit Sandsäcken erzeugen sie einen wirksamen Gegendruck am Deich. Die Faschinen werden sofort an die Oder gebracht. In der Neuzeller Niederung ist die Lage Freitagmittag besonders prekär. Deichläufer haben eine beschädigte Stelle entdeckt. Dort hat sich an der Schnittstelle des neuen Deiches zum noch unsanierten Deich ein 15 Meter langer Riss gebildet. Jetzt werden die Faschinenn dringend gebraucht. Die Helfer vom THW schichten Sandsäcke und Faschinen, um den Deich zu sichern. Mittlerweile sinkt der Pegel im Landkreis Oder-Spree. Die Flutwelle zieht weiter nach Norden und die Bevölkerung und die Einsatzkräfte im Landkreis Oder-Spree können erst einmal durchatmen. Der Kreiskatastrophenstab plant, die Hochwasseralarmstufe von 4 auf 3 herabsetzen. Die Deichkontrollen werden dennoch fortgesetzt. Denn die Pegelstände werden nach Aussagen der Kreisverwaltung noch längere Zeit vergleichsweise hoch bleiben.
Quelle:
ODF TV
















