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Artikel vom: 26.09.2011
Kreis prüft HOKAWE-Kauf
Eberswalde
Energie aus der Region – diese liefert das Holzkraftwerk in Eberswalde. Jährlich werden unweit des Finowkanals 160.000 MWh Strom produziert – eindrittel des Barnimer Stromverbrauchs. Das aber unwirtschaftlich: Denn seit Ende Juni steht das HoKaWe im Insolvenzverfahren. Auf der Suche nach einem neuen Betreiber ist nun der Landkreis Barnim interessiert das Werk zu übernehmen. Im Holzkraftwerk werden im Jahr rund 160.000 Tonnen Holz in Form von Frischholz, also Baumstämmen, und Holzhackschnitzel zu Strom verarbeitet. Doch es ist für den Betreiber nicht profitabel. Zur Gründung des Werks ging man von gleichbleibenden Holzpreisen aus. Diese haben sich aber in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. In dem nun vorgelegten Nutzungskonzept des Landkreises soll das Werk auf einen Mix aus Energie- und Wärmegewinnung umgestellt werden. So soll die bei der Verbrennung entstehende Wärme nicht nur noch zur Stromerzeugung genutzt werden, sondern in das regionale Wärmenetz eingespeist werden und die Wohnungen in der Stadt mit Fernwärme versorgen. Der Landkreis hat fristgerecht ein erstes grobes Angebot beim zuständigen Insolvenzverwalter eingereicht. Insgesamt gibt es bislang sechs ernstzunehmende Interessenten für die Werks-Übernahme. Der Landkreis sieht seinem Interesse auch die Umsetzung der Null-Emmissionsstrategie. Noch ist nichts beschlossen. Die Kreisverwaltung hat jetzt den Auftrag erhalten ein Gutachten zu Chancen und Risiken einer möglichen Übernahme zu überprüfen. Erst dann werden die Kreistagsabgeordneten über einen Kauf durch den Landkreis entscheiden.
Quelle:
ODF TV
















