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Artikel vom: 15.11.2011
Kunstarchiv Beeskow
Ein alter Hafenspeicher bei der Burg Beeskow beherbergt über 20 000 Kunstwerke. Tilman Schladebach von der Burg ist Herr über den Bestand. Es sind Kunstwerke aus der DDR. Öffentliche Auftragswerke, die nach der Wende der Treuhand zufielen. Die Bedingungen für diese wertvolle Sammlung sind schlecht. Wissenschaftliche Arbeit ist nur sehr eingeschränkt möglich. Trotzdem werden hier auch Ausstellungen vorbereitet und Werke an Museen verliehen. In der Burg Beeskow gibt es jedes Jahr eine Ausstellung aus dem Bestand des Archivs. Die diesjährige läuft unter den Titel Schichtwechsel. Und so zeigt die Ausstellung neben Bildern, die den Aufbau des Sozialismus preisen auch ganz andere Werke. Tristesse statt knalliger Farben. Der kulturhistorische Wert des Archivs wird hier sehr gut deutlich. Ein halbes Jahrhundert wird komplett abgebildet. Die künstlerische Qualität der Bilder muss man wohl sehr unterschiedlich bewerten. Dennoch findet man unter den 60 Bildern immer wieder auch solche, wie die Jugendweihe von Rolf Schubert. Ob dieses so gar nicht staatstragende Kunstwerk seinen Auftraggebern wirklich gefallen hat, ist leider nicht mit vermerkt. Für die Ausstellung wurden alle Bilder aufwendig restauriert. Ein Kraftakt, immer wieder. Umso größer ist die Enttäuschung über die Entscheidung keine EU-Gelder nach Beeskow fließen zu lassen. In Beeskow wurde bisher viel geleistet. Das Archiv ist Kunst- und Kulturschatz, Zeugnis einer ganzen Geschichtsperiode. Unter den jetzigen Bedingungen wird es aber immer schwerer, die Bilder zu erhalten.
Quelle:
ODF TV
















