Die Stars machten sich rar. Die beiden Luchse Lugh und Loki. Sie sind neben Wölfen, Ottern, Pferden, Elchen die neueste Attraktion im Wildpark Schorfheide. Irgendwo hier versteckten sie sich: im nagelneuen, 15 000 Quadratmeter großen Luchsgehege des Wildparks Schorfheide. Das wurde heute feierlich eröffnet. Mit dabei auch Agrarminister Dietmar Woidke. Konnte er schon einen Blick auf die scheuen Großkatzen werfen. Daß der Wildpark jetzt über ein solches Luchsgehege verfügt, ist aber vor allem ihr Verdienst. Imke Heyter. Die Leiterin des Wildparks ist ganz begeistert von Lugh und Loki. Das Gehege hinter ihr scheint zwar gut bewaldet, aber die Luchse – kein Spur ist von ihnen zu sehen. Damit müssen auch die Besucher rechnen. Das Geld für das Gehege kam vom land, aber auch von den Besuchern. Diese Luchs-Attrappe diente eins als Spendenbox. Über 5000 Euro gaben Besucher. Nach der Pressekonferenz unter freiem Himmel wird dann doch noch der Versuch gestartet, die beiden Luchse in ihrem Luxus-Gehege zu sehen. Vorsichtig öffnet sie die Tür. Irgendwo hier könnte er sich versteckt halten, Lugh, der mutige Baumkletterer. Oder Loki, der scheue Bodenhocker. Plötzlich springt er aus dem Gesträuch und rauscht aufgeschreckt den Baum hoch. Lugh also. Ein bisschen unbequem scheints zu sein in der wankenden Föhre. Mit zwei toten Hühnern versucht sie, Lugh vom Baum zu locken. Das Interesse – eher gering.
Seine Vorfahren wurden in Europa im 19 Jahrhundert fast ausgerottet. Mittlerweile gibt es in Deutschland wieder einzelne wildlebende Populationen. Lugh und Loki allerdings werden im Gehege bleiben. Bald mit weiteren Kollegen. Imke Heyter plant, noch 5 Luchse dazuzuholen. Allesamt Männchen. Denn so eine reine Männer-WG funktioniert dann doch am besten, sagt Imke Heyter.
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