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Artikel vom: 26.10.2011
Walzwerk Finow vor dem Aus
Traditionsbetrieb stellt 2. Insolvenzantrag
Noch läuft die Produktion im Walzwerk Finow. Das aber möglicherweise in den letzten Zügen. Am Montag musste das Eberswalder Traditionsunternehmen bereits zum zweiten Mal einen Insolvenzantrag stellen. Blickte man vor Ort vor einigen Monaten noch gemäßigt optimistisch in die Zukunft, hat sich die Lage jetzt massiv verschärft.
Vor allem die fehlende Nachfrage auf den Weltmärkten und Dumpingproduktionen in Südeuropa sollen das Walzwerk in finanzielle Schieflage gebracht haben, so das der erste Insolvenzplan nicht mehr eingehalten werden konnte. Damit das Walzwerk wirtschaftlich arbeiten kann, wird ein monatlicher Absatz von Standartrohrfertigungen von etwa 4.500 Tonnen benötigt. Laut Geschäftsführung wurden in den vergangenen Monaten aber lediglich 2.800 bis 3.500 Tonnen umgesetzt und verkauft. Zwar hat man sich am Eberswalder Standort sehr breit aufgestellt, mit Finow Automotive und WWF Solar, doch auch dieses Angebotspektrum konnte die Verluste die im reinen Walzwerk eingefahren wurden nicht mehr ausgleichen. Für die rund 140 Mitarbeiter steht jetzt ihr Job auf dem Spiel. Es muss also ein geeigneter Investor gefunden werden, der über die finaziellen Möglichkeiten verfügt das Walzwerk umfassend zu sanieren. Zwar sind die Tochterunternehmen technisch gut aufgestellt. Das Walzwerk selbst arbeitet aber teils mit Jahrzehnte alter Technik, was es nocheinmal erschweren dürfte einen geeigneten Investor zu finden. Der vorläufig eingesetzte Insolvenzverwalter sieht dennoch Chancen zur Werkssanierung. Für das kommende Jahr wird durch Branchenexperten aber wieder eine eher verhaltende Wirtschaftsentwicklung vorausgesagt, das dürfte die Suche nach einem Investor erschweren. Auch dass das Werk bereits zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Jahren im Insolvenzverfahren steht, stimmt die Mitarbeiter vor Ort nicht optimistisch. Die WWF-Solar und die Finow Automotive können in dieser Entwicklung kaum behilflich sein, denn aktuell erhält Finow Automotive aus dem Nachbarwerk im Jahr nur 3.000 Tonnen Stahl - nicht einmal das nötige Monatspensum. Die Agentur für Arbeit Eberswalde steht indes im ersten Kontakt mit dem Arbeitgeber, um den Übergang für beide Seiten nach eigenen Angaben so einfach wie möglich zu machen. Die Tochterunternehmen am Standort sind von der Insolvenz nicht betroffen. Im Walzwerk Finow werden aber bis November die letzten Aufträge abgearbeitet. Wie es danach weiter geht ist bisher noch ungewiss. Die Zeichen stehen aber ganz klar -
Vor allem die fehlende Nachfrage auf den Weltmärkten und Dumpingproduktionen in Südeuropa sollen das Walzwerk in finanzielle Schieflage gebracht haben, so das der erste Insolvenzplan nicht mehr eingehalten werden konnte. Damit das Walzwerk wirtschaftlich arbeiten kann, wird ein monatlicher Absatz von Standartrohrfertigungen von etwa 4.500 Tonnen benötigt. Laut Geschäftsführung wurden in den vergangenen Monaten aber lediglich 2.800 bis 3.500 Tonnen umgesetzt und verkauft. Zwar hat man sich am Eberswalder Standort sehr breit aufgestellt, mit Finow Automotive und WWF Solar, doch auch dieses Angebotspektrum konnte die Verluste die im reinen Walzwerk eingefahren wurden nicht mehr ausgleichen. Für die rund 140 Mitarbeiter steht jetzt ihr Job auf dem Spiel. Es muss also ein geeigneter Investor gefunden werden, der über die finaziellen Möglichkeiten verfügt das Walzwerk umfassend zu sanieren. Zwar sind die Tochterunternehmen technisch gut aufgestellt. Das Walzwerk selbst arbeitet aber teils mit Jahrzehnte alter Technik, was es nocheinmal erschweren dürfte einen geeigneten Investor zu finden. Der vorläufig eingesetzte Insolvenzverwalter sieht dennoch Chancen zur Werkssanierung. Für das kommende Jahr wird durch Branchenexperten aber wieder eine eher verhaltende Wirtschaftsentwicklung vorausgesagt, das dürfte die Suche nach einem Investor erschweren. Auch dass das Werk bereits zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Jahren im Insolvenzverfahren steht, stimmt die Mitarbeiter vor Ort nicht optimistisch. Die WWF-Solar und die Finow Automotive können in dieser Entwicklung kaum behilflich sein, denn aktuell erhält Finow Automotive aus dem Nachbarwerk im Jahr nur 3.000 Tonnen Stahl - nicht einmal das nötige Monatspensum. Die Agentur für Arbeit Eberswalde steht indes im ersten Kontakt mit dem Arbeitgeber, um den Übergang für beide Seiten nach eigenen Angaben so einfach wie möglich zu machen. Die Tochterunternehmen am Standort sind von der Insolvenz nicht betroffen. Im Walzwerk Finow werden aber bis November die letzten Aufträge abgearbeitet. Wie es danach weiter geht ist bisher noch ungewiss. Die Zeichen stehen aber ganz klar -Quelle:
ODF TV
















