Wählen Sie eine Aktion:
Schrift:
Artikel vom: 29.06.2010
Was macht ein Inder in Joachimsthal
Georg-Büchner-Schule
„Ein kleiner Junge der weit weg von zu Hause ist und seine Mutter vermisst.“ Darum geht es in dem Lied von Prem Samuel. Er singt im Pfarrhaus in Joachimsthal. Prem ist 22 Jahre alt und rund 6.800 Kilometer von seiner Heimatstadt in Indien entfernt. Was macht ein Inder in Joachimsthal? Er lernt die deutsche Kultur kennen und er stellt seine eigene vor. Bei seinem Aufenthalt besucht er auch die Georg-Büchner-Schule in Joachimsthal. Den Schüler der fünften Klasse berichtet er von seiner Kindheit und Schulzeit. Dabei fallen ihm bedeutende Unterschiede zwischen den Kulturen und den Schulsystemen auf. Die allgemeine Schulpflicht in Indien für 6- bis 14-Jährige besteht erst seit kurzer Zeit. Die indische Regierung schenkt dem Bildungssystem mittlerweile eine höhere Aufmerksamkeit und setzt sich auch für sozial benachteiligte Kinder in Indien ein. Oft möchten indische Eltern, dass ihr Kind in eine private Bildungseinrichtung geht. Das kann sich jedoch nur die Mittel- bzw. Oberschicht leisten. Auch Prem hat ab seinem 3.Lebensjahr eine Englisch-Schule besucht, denn nur wer Englisch spricht, kann das College oder die Universität besuchen. Prem erzählt, dass seine Eltern einen Großteil zu seiner Entwicklung beigetragen haben, auch das ist ein Unterschied zwischen den beiden Kulturen. Vor wenigen Wochen hat Prem sein Examen als Modedesign-Techniker am National Institute of Fashion Technologie abgelegt. Nun möchte er auch andere Kulturen kennenlernen und seine eigenen Erfahrungen weitergeben. Trotz der Unterschiede zwischen arm und reich, ist Indien kein armes Land, wie viele Deutsche glauben. Der Austausch der Kulturen wird immer bedeutender. Auch Prem legt großen Wert darauf, dass alle Menschen gleich sind. Das möchte er auch während seines Besuchs in Joachimsthal vermitteln.
Quelle:
ODF TV
















