Wählen Sie eine Aktion:
Schrift:
Artikel vom: 28.09.2011
Wird die Fürstenwalder Schleuse ausgebaut?
Bundesregierung stellt Signale auf rot
„Die volkswirtschaftlichen und umweltrelevanten Vorteile der Schifffahrt liegen in unvergleichlich niedrigen gesamtwirtschaftlichen Kosten pro Tonnen-km und in der Mehrzweckfunktion der Wasserstraße als Lebens- und Erholungsraum.“ So das Bundesverkehrsministerium auf seiner Internetseite.
Die Schleuse Fürstenwalde. 120 Jahre alt. Eine von vier Schleusen des Oder-Spree-Kanals. Mit ihren 67 Meter ist die Schleusenkammer viel zu klein für den herankommenden Schubverband. Es muss abgekoppelt werden. Zweimal wird geschleust, es dauert doppelt so lange. Dringend müsste hier etwas getan werden. Doch das Bundesverkehrsministerium hat den Ausbau der Schleuse Fürstenwalde zurückgestellt: … Der Ersatz der Schleuse Fürstenwalde ist mittelfristig nicht geplant. Die Restnutzungsdauer beträgt ca. 15 Jahre. ... Die geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung stuft die Oder-Spree-Wasserstraße ins Wassertourismusnetz ein. Für Wolfgang Rump von der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree steht dagegen fest: Das Potential der Verkehrsader konnte bisher nicht genutzt werden. Das wurde in den vergangenen Jahren für rund 200 Millionen Euro getan. Wie hier in Kersdorf. Die Schleuse wird zur Zeit auf 115 Meter verlängert. Damit könnten hier moderne Binnenschiffe mit einer wirtschaftlichen Auslastung verkehren. Die Verbesserungen an der Oder-Spree-Verbindung standen kurz vor dem Abschluss. Jetzt wurden sie gestoppt. Auch Robert Radzimanowski von der IHK Ostbrandenburg steht den Plänen des Ministeriums kritisch gegenüber. Wird der Kanal, wie geplant, nicht mehr unterhalten, könnte bald auch die jetzt noch betriebene Schifffahrt ausbleiben. Immerhin 1,5 Millionen Tonnen Umschlag. Etwa 20 Millionen Euro würde der Ausbau der Schleuse Fürstenwalde kosten. Ein Zehntel der bisher investierten Summe. Das Reformpapier des Bundesverkehrsministeriums sollte vor allem Steuermittel einsparen. Jetzt drohen sie vernichtet zu werden. Für die Schleuse Fürstenwalde wird es knapp. 15 Jahre kann sie nach Angaben des Verkehrsministeriums noch in der jetzigen Form betrieben werden. Schnelles Handeln ist also dringend erforderlich. Das Bundesverkehrsministerium will sich dazu konkret nicht äußern, verweist auf die laufenden Planungen: „Wir erstellen derzeit eine Rangliste der Bauvorhaben im Küsten- und Binnenbereich. Erst wenn diese Untersuchungen abgeschlossen sind, sind Aussagen zur Finanzierbarkeit von einzelnen Vorhaben möglich. „ Viel Zeit bleibt nicht mehr. Werden die Untersuchen auf die lange Bank geschoben, dann sind in Fürstenwalde die Tore bald für immer zu.
Die Schleuse Fürstenwalde. 120 Jahre alt. Eine von vier Schleusen des Oder-Spree-Kanals. Mit ihren 67 Meter ist die Schleusenkammer viel zu klein für den herankommenden Schubverband. Es muss abgekoppelt werden. Zweimal wird geschleust, es dauert doppelt so lange. Dringend müsste hier etwas getan werden. Doch das Bundesverkehrsministerium hat den Ausbau der Schleuse Fürstenwalde zurückgestellt: … Der Ersatz der Schleuse Fürstenwalde ist mittelfristig nicht geplant. Die Restnutzungsdauer beträgt ca. 15 Jahre. ... Die geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung stuft die Oder-Spree-Wasserstraße ins Wassertourismusnetz ein. Für Wolfgang Rump von der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree steht dagegen fest: Das Potential der Verkehrsader konnte bisher nicht genutzt werden. Das wurde in den vergangenen Jahren für rund 200 Millionen Euro getan. Wie hier in Kersdorf. Die Schleuse wird zur Zeit auf 115 Meter verlängert. Damit könnten hier moderne Binnenschiffe mit einer wirtschaftlichen Auslastung verkehren. Die Verbesserungen an der Oder-Spree-Verbindung standen kurz vor dem Abschluss. Jetzt wurden sie gestoppt. Auch Robert Radzimanowski von der IHK Ostbrandenburg steht den Plänen des Ministeriums kritisch gegenüber. Wird der Kanal, wie geplant, nicht mehr unterhalten, könnte bald auch die jetzt noch betriebene Schifffahrt ausbleiben. Immerhin 1,5 Millionen Tonnen Umschlag. Etwa 20 Millionen Euro würde der Ausbau der Schleuse Fürstenwalde kosten. Ein Zehntel der bisher investierten Summe. Das Reformpapier des Bundesverkehrsministeriums sollte vor allem Steuermittel einsparen. Jetzt drohen sie vernichtet zu werden. Für die Schleuse Fürstenwalde wird es knapp. 15 Jahre kann sie nach Angaben des Verkehrsministeriums noch in der jetzigen Form betrieben werden. Schnelles Handeln ist also dringend erforderlich. Das Bundesverkehrsministerium will sich dazu konkret nicht äußern, verweist auf die laufenden Planungen: „Wir erstellen derzeit eine Rangliste der Bauvorhaben im Küsten- und Binnenbereich. Erst wenn diese Untersuchungen abgeschlossen sind, sind Aussagen zur Finanzierbarkeit von einzelnen Vorhaben möglich. „ Viel Zeit bleibt nicht mehr. Werden die Untersuchen auf die lange Bank geschoben, dann sind in Fürstenwalde die Tore bald für immer zu.Quelle:
ODF TV
















