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Artikel vom: 07.07.2010
Zukunft der Polizeiwache
Eberswalde
Eberswalde wird in Zukunft wohl keine 24-Stunden-Polizeiwache mehr haben. Innenminister Rainer Speer hat am Mittwoch die geplante Polizeistrukturreform in Potsdam vorgestellt. Im Vorfeld gab es viele Spekulationen um mögliche Wachenschließungen. Aber klar ist, dass es in den 15 Schutzbereichen jeweils nur noch eine rund um die Uhr besetze Polizeiwache geben soll. Da die Wache in Bernau erst vor ein Paar Jahren eröffnet wurde und zu den modernsten in Deutschland zählt, wird sich der Minister wohl gegen die Wache in Eberswalde entscheiden. Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski könnte diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Am Dienstag trafen sich Polizisten, Gewerkschaftler und die lokale Politik auf dem Eberswalder Marktplatz, um auf die Probleme aufmerksam zu machen und Unterschriften zu sammeln. Die Bürger waren sich einig, eine Wache die nur in Tagsüber besetzt ist, das wollen Sie nicht. UMFRAGE Das Problem: Wird die Polizei in den Abend- und Nachtstunden zu einem Einsatz gerufen, dann müssen sich die Kollegen aus Bernau auf den Weg in den Oberbarnim machen. Doch gerade wo Eberswalde mit der Rockerkriminalität zu kämpfen hat, könnte das schwere Folgen nach sich ziehen. Das Sicherheitsgefühl für die Bürger in der Region könnte sich also verschlechtern. Das sehen auch die Polizeibeamten so. Und möglicherweise gibt es noch eine zweite schlechte Nachricht für Eberswalde. Auch das Landeskriminalamt, wird, wenn es nach dem Willen der Reformkommission geht, nicht mehr seinen Sitz in Eberswalde haben. Stattdessen werden die beiden Polizeipräsidien Frankfurt/Oder und Potsdam, sowie das LKA und die Landeseinsatzeinheiten zentralisiert. Die lokale Politik will das aber nicht hinnehmen und für den Verbleib der Standorte kämpfen. Noch ist nichts entschieden. Die am Mittwoch vorgestellte Strukturreform ist bislang ein Entwurf. Innenminister Speer wird im Herbst einen Gesetzesentwurf präsentieren. Erst dann wird für die Polizeibeamten und Bürger klar sein, ob sie in Zukunft lange Einsatzwege in Kauf nehmen müssen.
Quelle:
ODF TV
















