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Artikel vom: 08.07.2010
Stasi-Unterlagen-Behörde mit Wanderausstellung
Museum in der Adler-Apotheke
Stasi-Unterlagen-Behörde mit Wanderausstellung Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen (BStU), Außenstelle Frankfurt (Oder) präsentiert vom 29. Juni – 28. September 2010 eine Wanderausstellung zu „Postgeheimnis? Die Stasi und die Cottbuser Briefe“ Die Ausstellung wird im Museum in der Adler-Apotheke, Steinstraße 3 in 16225 Eberswalde zu folgenden Öffnungszeiten gezeigt:
Di – Fr 10:00 – 13:00 und 14:00 – 17:00
Sa 10:00 – 13:00
So 13:00 – 17:00
Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzbar, so hieß es im Punkt 1 des Artikels 31 der Verfassung der DDR. Das hielt die Stasi jedoch nicht davon ab, Briefe und Pakete in unermesslichem Ausmaß zu kontrollieren. Dafür gab es im Ministerium für Staatssicherheit (MfS) eigens die Abteilung M, die dem Leiter der Spionageabwehr direkt unterstand. Abgeschottet vom regulären Postbetrieb sortierten die Mitarbeiter dieser Abteilung in den Hauptpostämtern „umgeleitete” Briefe, Karten, Päckchen und Pakete. Die ausgesuchte Post wurde in technisch bestens ausgestatteten Laboren der MfS-Bezirksverwaltungen ausspioniert. Mitte der 80er Jahre bearbeitete die Stasi zunehmend die Postsendungen innerhalb der DDR. Beim Versuch, sich ein Bild vom Denken der Bürger zu machen, war dem MfS kein Aufwand zu groß. Mielkes Leute haben vor keinem Brief Halt gemacht. Zehntausende Namen finden sich so in den M-Karteien (benannt nach der Abteilung M). Wie von dem Mann aus Hoyerswerda, der eine Hundezeitschrift nach West-Berlin schickte, oder von Anja, die sich im Namen der Lieben bei der Oma für ein Paket bedankte. Auf 15 Tafeln werden Arbeitsschwerpunkte der Postkontrolle des MfS veranschaulicht und anhand von Beispielen aus verschiedenen Städten und Orten des ehemaligen Bezirkes Cottbus dokumentiert. Die Ausstellung der BStU „Stasi Ohn(e)Macht – Die Auflösung der DDR-Geheimpolizei“ wird vom 15. Juli – 28. September 2010 ebenfalls im Museum in der Adler-Apotheke zu den genannten Öffnungszeiten zu sehen sein. Die Ausstellung dokumentiert anhand zeitgenössischer Fotodokumente den erfolgreichen Widerstand der DDR-Bevölkerung gegen das SED-Regime und seine Geheimpolizei. Sie richtet die Aufmerksamkeit insbesondere auf die Ereignisse vor Ort und vermittelt einen lebendigen Eindruck von dem Geschehen in Brandenburg im Herbst 1989. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stasi-Unterlagenbehörde, Außenstelle Frankfurt (Oder), sind für Sie am Dienstag, dem 28. September 2010 mit einem Informationstag im Museum in der Adler-Apotheke in Eberswalde, Steinstraße 3.
•Von 15:00 – 19:00 Uhr findet die Persönliche Beratung zur Antragstellung auf Akteneinsicht statt. Sie können bei Vorlage Ihres Personalausweises einen Antrag auf Akteneinsicht stellen oder sich nach dem Bearbeitungsstand Ihres Antrages erkundigen (bitte Tagebuchnummer mitbringen). Für spezifische Fragen nehmen wir uns gern Zeit und beraten Sie.
•Interessierte können vor Ort Musterakten zu Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) und zu Betroffenen lesen. Kostenfreie Publikationen zu verschiedenen Themen liegen aus und können mitgenommen werden.
•Um 17:00 Uhr am 28.09.2010 referiert Rüdiger Sielaff, Außenstellenleiter der BStU-Außenstelle Frankfurt (Oder) zum Thema: MfS – Schild und Schwert der Partei. Zum Wirken der Staatssicherheit in der Region Der Eintritt ist frei.
Quelle:
ODF TV












