ODF | Mediadaten | Werbung | Das Team | Stellenangebote
Suche:
ODF
Polizeiticker
Stadtplan
Mediathek
Kontakt
  • Nachrichten
  • Sendeformate
  • Events
  • Arbeitsmarkt
  • Bestellung
  • Archiv
  • Neuheiten
  Archiv
Voriger Artikel Nächster Artikel | zurück
Wählen Sie eine Aktion:
Video ansehen Drucken Artikel versenden
Schrift:  
Bildergalerie
x
Externe Links
x
Video zum Artikel
x
Get Adobe Flash player
Teilen   Twittern
Artikel vom: 03.09.2010
Eisenspalterei
Vergessene Orte

Auf einer 17 Hektar großen Fläche erstreckt sich am Südufer des Finowkanals der Eberswalder Familiengarten. Der Garten ist nicht nur Freizeitpark und Erholungsstätte für mehr als 100.000 Besucher im Jahr. Der Familiengarten erinnert vor allem an ein wichtiges Stück Eberswalder Geschichte, Industriegeschichte. Denn auf dem heutigen Parkgelände entstand vor mehr als 300 Jahren eine der ältesten Industrieansammlungen im Finowtal. Die Eisenspalterei. Die Eisenspalterei wurde 1698 unter Friedrich dem III. als Drahtzieherei und Drahthammer gegründet. Die Eisenspalterei war damals noch ein kleiner Betrieb. Der Name Eisenspalterei verdeutlicht das Produkt, mit dem gearbeitet wurde. Der Name symbolisiert die im Werk typische Produktionsweise. Im Jahre 1719 wurde die Eisenspalterei ein Betrieb des preußischen Staates. Viele Jahre lang wechselten die Pächter. 1780 übernahm das Königliche Berg- und Hüttendepartement die Eisenspalterei. Damals erfolgte im Werk eine durchgreifende Modernisierung. Die Eisenspalterei hat im Laufe ihrer Geschichte viele Höhen und Tiefen durchlebt. Kurz nach den Befreiungskriegen 1813 bis 1815 blühte der Betrieb auf. Die Eisenspalterei wurde auch ein beliebtes Ausflugsziel. Von dieser Zeit erzählt das Gemälde des Malers Carl Blechen. Auf einer Reise kam der Berliner 1930 nach Eberswalde. In seinem Gemälde „Walzwerk Neustadt-Eberswalde“ und zehn weiteren Zeichnungen verewigte er den Industriestandort am Finowkanal. Die Eisenspalterei – sie ist ein Begriff für die industrielle Bedeutung Eberswaldes ab dem 17. Jahrhundert. Als industrieller Betrieb bestand sie aus mehreren Bauten. An das Alte Walzwerk erinnert heute noch die silouettenhafte Darstellung am Eingang des Familiengartens. Die Hufeisenfabrik entstand nach 1879. Damals ging der Betrieb an die Herren Hoffmann und Motz. Heute dient sie als Stadthalle. Dann gab es noch das Neue Walzwerk und die Borsichhallen, die heute nach und nach von der Natur überdeckt werden. Bis 1992 wurde in der Eisenspalterei gearbeitet. In den 70er und 80er Jahren hat Wolfgang Bauer durch die Fenster oft die Arbeiter schwitzen sehen. An diese Zeit erinnert heute die Parkanlage. In Vorbereitung auf die Landesgartenschau 2002 wurde ein Teil der brachliegenden Eisenspalterei aufgearbeitet. Damit ist zumindest ein Teil der Industriegeschichte am Finowkanal für Eberswalder und Touristen weiterhin erlebbar.

Quelle: ODF TV
Video ansehen Drucken Artikel versenden
-->
zurück


ODF TV bei Facebook ODF TV You Tube
Social Bookmarks:
Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Webnews YiGG Auf del.icio.us bookmarken Google Bookmark bei: Yahoo
CMS Telvi
Impressum | AGB | Newsletter