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Artikel vom: 18.01.2012
Ständig schließende Schranke
Bahnübergang Melchow
Ein Bild, das Pendler zwischen Eberswalde und Bernau nur zu bekannt sein dürfte: Die sich ständig schließende Schranke am Bahnübergang Melchow. An sich keine schlechte Sache, denn sie dient der Sicherheit aller. Laut Bahnauskünften ist sie durchschnittlich weniger als 4 Minuten geschlossen. In Einzelfällen, so die Bahn, kommen Schließzeiten von sieben Minuten vor und zwar dann, wenn mehrere Züge den Bahnübergang passieren. Autofahrer, die über die Schienen müssen, kommt das jedoch oft länger vor. Neben den Wartezeiten für die Autofahrer sieht der freiwillige Bürgermeister Wolfgang Lindt noch andere Probleme, die mit dem Bahnübergang verbunden sind. Zum einen sieht er die Sicherheit der Fahrgäste gefährdet, die in Melchow ankommen und auf die andere Seite des Bahnhofs wechseln, um einen Anschlusszug zu erreichen. Sie können bei geschlossener Schranke nicht den Bahnübergang überqueren. Manchmal fährt ihnen dann ihr Zug vor der Nase weg. Nicht so drastisch sieht es Landkrat Bodo Ihrke. Er sieht zwar den Engpass, verweist aber darauf, dass Melchow immer noch von Eberswalde gut zu erreichen ist. Um auszuloten, wie die Rettungswege genau funktionieren und was verbesserungswürdig ist, gibt es ein Probejahr. Das Problem mit der geschlossenen Schranke bleibt. Die Schrankenschließung richtet sich nach der Richtung, aus der die Züge kommen. Für Züge, die aus Eberswalde kommen, gibt es einen Kontakt, der die Schließung des Bahnübergangs auslöst. Tausend Meter vor dem nächsten Bahnübergang erhält der Zugführer ein Signal. Es sagt aus. ob die Schranke geschlossen ist. Falls dem nicht so ist, hat er genug Zeit zu bremsen. Bei Zügen, die aus Richtung Biesenthal kommen, ist das anders. Das bedeutet, dass die Schranke in Melchow heruntergelassen wird, bevor der Zug den Bahnübergang in Biesenthal passiert. Handelt sich dabei um die ODEG, die aus Berlin kommt, dauert es besonders lange. Denn sie hält erst in Biesenthal und dann in Melchow. Währendessen bleibt die Schranke in Melchow die ganze Zeit geschlossen. Für die Verärgerung der Pendler und die Befürchtung der Bürger, dass ein Rettungswagen zu lange brauchen würde, hat Bahnsprecher Burkhard Ahlers Verständnis. Für die Bahn ist das Problem damit vorerst vom Tisch. Für die Betroffenen vor Ort ein unbefriedigendes Ergebnis.
Quelle:
ODF TV














